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Das elektronische Sportlehrerheft Im Sportunterricht haben wir es mit
einer großen Menge an Daten zu tun, deren Auswertung letztlich die
Jahresfortgangsnote (JFN) ergibt und als Nachweis sehr gewissenhaft
geführt werden muss. Um dies gewährleisten zu können, bedarf es einer
sorgfältigen und wohlüberlegten Vorbereitung des Sportlehrerheftes (korrekt:
"Nachweisheft für Sportunterricht").
Der Sportlehrer muss sich im Vorfeld über die zu behandelnden Stoffgebiete und
den entsprechenden Teilnoten im Klaren sein. Er sollte hinsichtlich der
Bewegungsintensität und -spezifik geeignete Übungen auswählen und dabei
darauf achten, einfach abrechenbare Übungen auszuwählen um den
Auswertungsaufwand nicht zu sprengen. Ein Sportlehrer, der viele Klassen
unterrichtet und die dokumentierten Daten anhand von altersspezifischen
Wertetabellen möglichst sofort umrechnen möchte, steht da oft vor einer
undankbaren und kaum zu realisierenden Aufgabe, die im schlimmsten Fall auch
noch Bewegungszeit der Schüler kostet. Wäre
es nicht fantastisch, wenn es ein Sportlehrerheft gäbe, in das man nur noch die
Werte eingibt und das
"Heft" den Rest selbst erledigt? Das hier vorgestellte elektronische Sportlehrerheft ist eine Excel-Datei und besteht aus mehreren Arbeitsblättern. Diese Arbeitsblätter entsprechen den Blättern des herkömmlichen Papier-Sportlehrerheftes. Jedes Arbeitsblatt steht im Prinzip für eine Stoffeinheit (plus Ergänzungsblätter wie Namensliste, Anwesenheit, Unterrichtshilfen …). Der einzige Unterschied besteht darin, dass alle Rechenaufgaben vom Programm durchgeführt werden, d.h. Leistungswerte werden anhand der auszufüllenden Wertetabellen in Noten umgewandelt und die Durchschnitte der Notenwerte ermittelt.
Die Arbeit mit dem elektronischen Sportlehrerheft beginnt mit dem Eintragen der Schülerdaten in das Arbeitsblatt „Klasse“. Die Namen werden automatisch von den anderen Arbeitsblättern übernommen. Grundsätzlich gibt es 3 verschiedene Arten von Arbeitsblättern. In der Leichtathletik benötigen wir ein Arbeitsblatt, in dem erbrachte Werte in Noten umgewandelt werden, beim Turnen werden Teilnoten erteilt, deren Durchschnitte errechnet werden sollen und bei Sportspielen wie „Basketball“ wäre ein Kombination aus beiden hilfreich. Der Sportlehrer muss sich entsprechend der jeweiligen Stoffeinheit für einen Arbeitsblatttyp entscheiden und eventuelle Wertetabellen ausfüllen. Die Stoffeinheit (oben links) kann umbenannt werden und erscheint dann auch so auf dem Arbeitsblatt „JFN“, wo alle Stoffgebietsnoten zusammengefasst werden. Das Navigieren zwischen den einzelnen Arbeitsblättern geschieht mittels des Registerreiters am unteren Rand der Datei. Mit Hilfe der rechten Maustaste lassen sich die Registerkarten umbenennen. Beispiel: SeilspringenDas Seilspringen ist eine sportliche Übung, die hinsichtlich der Effektivität (Zeitaufwand, Kondition, Koordination, Abrechenbarkeit, Gerätepreis ...) kaum zu übertreffen ist. Ein tatsächlicher Lerneffekt im Unterricht wird jedoch nur dann erreicht, wenn die Schüler oft springen (z.B. 15mal pro Schuljahr jeweils eine Minute) und der Lehrer die Werte dokumentiert. Für die Auswertung und Notengebung
kann der Lehrer den Best- sowie den Durchschnittswert ermitteln und darüber
hinaus dem Schüler aufgrund seiner Leistungsentwicklung eine „Fleißnote“
erteilen. Kein Sportlehrer würde sich jedoch diesen enormen Rechenaufwand auf
Dauer antun. Im Zeitalter des Computers ist dies auch nicht mehr notwendig.
Bei diesem Arbeitsblatt stehen dem Sportlehrer 11 Disziplineinträge zur Verfügung. Bei den 5 „Zeitdisziplinen“ (hier „50m“, „60m“, „100m“, „1000m“, „2000m“) führt ein niedrigerer Wert zur besseren Note. Im Gegensatz dazu ergibt bei den 6 „Anzahldisziplinen“ ein höherer Wert eine entsprechend bessere Note (hier die eingetragenen Sprung- und Wurfdisziplinen sowie der „Zeitlauf“, evtl. auch für den Coopertest geeignet). Der Sportlehrer kann die Disziplinen und Werte selbst festlegen, indem er die Einträge in der Wertetabelle auf der rechten Seite vornimmt bzw. ändert. Die Namen der Disziplinen werden automatisch in die mittlere Tabelle übernommen. Wird nun ein erreichter Schülerwert in die mittlere Tabelle eingegeben, erscheint rechts neben diesem Eintrag die entsprechende Note und unter dem Spalteneintrag „Note“ der aktuelle Notendurchschnitt des Schülers im Stoffgebiet „Leichtathletik“. Diese „Leichtathletik-Note“ (Durchschnittswert) findet sich in der Übersicht zur „JFN“ wieder. Vor- und Nachteile Ein
Nachteil des elektronischen Sportlehrerheftes besteht natürlich in der Abhängigkeit
von der Technik. Um eine doppelte Buchführung zu vermeiden ist es sinnvoll, die
Werte unmittelbar in einen mobilen Computer (Netbook) einzugeben. Achtung,
die Excelversion 2007 muss installiert
sein! Eine Arbeitserleichterung und die Zeitersparnis sind die wesentlichen Vorteile des hier vorgestellten Sportlehrerheftes. Es ermöglicht einen schnelleren Umgang mit größeren Datenmengen und wirkt auf Grund der Übersichtlichkeit und Ordnung überzeugend. Bei der Dateneingabe können durchaus Schüler einbezogen werden, da die Arbeitsblätter schreibgeschützt sind und nur die Eingabefelder benutzt werden können. Ein
weiterer Vorteil besteht in einer gewissen Standardisierung des
„Sportlehrerheftes“ bei einer dennoch vorhandenen Möglichkeit für eine
flexible und individuelle Nutzung. Der Lehrer muss sich zwar gewissen
Gestaltungszwängen unterordnen, hat jedoch die Entscheidungsfreiheit
hinsichtlich der Auswahl Sportarten und Disziplinen bzw. Tests. Das "elektronische Sportlehrerheft" gibt es in vier unterschiedlichen Ausführungen: Jungen oder Mädchen (Noten 1-6) Jungen und Mädchen (wie oben, aber zwei Wertetabellen) Jungen oder Mädchen (Punkte 15-0) Jungen und Mädchen (wie oben, aber zwei Wertetabellen)Abschlussbemerkung Das hier vorgestellte elektronische Sportlehrerheft verfolgt keinerlei konzeptionelle Ziele hinsichtlich einer zukünftigen Gestaltung und Bewertung im Sportunterricht, sondern soll lediglich die lästige Vorbereitung des Papierheftes ersparen und die rechnerische Auswertung der Daten übernehmen. Tino Schädlich, Altenburg, 08.12.11 Kontakt: Tino Schädlich - tino.schaedlich@gmx.de
Indoorklettererlebnis in Oberhof Immer offen neue Dinge zu erlernen und zu erleben, verschlug es uns am Wochenende 06.11. - 08.11.2009 in die Höhen des Thüringer Waldes nach Oberhof. Hier auf dem Gelände des Panoramahotels versuchten wir auf verschiedenen Wegen die Spitze der Kletterwand zu erklimmen.
Ob Bouldern (natürlich nur bis 2m Tritthöhe),
Speedklettern oder Toprope- Klettern - uns konnte nichts erschüttern. Erste
Einblicke in Techniken und allgemeine Kenntnisse über Knoten und
Termini für Materialien erhielten wir am Freitag, bevor es dann am Samstag
endlich richtig losging. Das A und O des Kletterns ist das Sichern und der Check des Partners, bevor es an die Wand geht. Wie wichtig das Vertrauen zum jeweiligen Sichernden ist, wird einem ganz schnell klar, wenn man (anders als geplant) einen Griff doch nicht bekommt. Adrenalin pur.
Vielen Dank somit an Tilo, Robby und Christian für
die Weitergabe ihres Wissens und ihrer wertvollen Tipps. Insgesamt hatten wir ein tolles Wochenende mit etwas
Schlaf in den Chalets des Sporthotels, viel Muskelkater, Verpflegung aus den ansässigen
Großmärkten, mit einem enormen Wissenszuwachs und Bowling zur Stärkung der
sozialen Kompetenz. Da bleibt nur noch zu sagen: „Hals- und Beinbruch
und wir sehen uns oben an der Wand." Lehramtsanwärter 2011 des Faches Sport, November
2009
„So lasst uns den Körper üben!" Sportlehrer/innen in Bewegung Die diesjährige Auftaktveranstaltung in der Weiterbildung der Sportlehrer und Sportlehrerinnen des Schulamtes Neuhaus/Rwg. war wieder mal ein voller Erfolg. Dem Motto gemäß „So lasst uns den Körper üben! Ohne ihn dächten wir nichts, er ist die Maschine, auf der wir die luftigen Gedanken weben" von Guts Muths, dem Pädagogen und Mitbegründer des Turnens in Thüringen, trafen sich nun schon zum dritten Mal Sportlehrer und Sportlehrerinnen in der Landessportschule in Bad Blankenburg. Der Einladung der beiden Fachberater für Sport, Frau Oberender und Herr Schmidt, folgten diesmal 38 Kollegen und Kolleginnen von Regelschulen, Gymnasien, Berufsschulen, Förderschulen und der Schulen in freier Trägerschaft, um sich auf vielfältige Art und Weise weiterzubilden. Die breit gefächerte und anspruchsvolle Themenvielfalt, die von lehrplanbezogenen, aktuellen bis hin zu interessen- und neigungsbezogenen Themen reicht, lockte ebenso wie die Möglichkeit, in Pausen und am Abend in Erfahrungsaustausch zu treten. In den Seminaren standen diesmal folgende Themen im Mittelpunkt: Die Stärkung des Sports an Thüringer Schulen, der Weg zur bewegungsfreundlichen Schule, Intentionen einer sportbezogenen Projektarbeit, die neue gymnasiale Oberstufe und ganz aktuell die Vorbereitung des „Jahr des Schulsports 2009". Lehrer/innen wollen ihren Schülern Vorbild sein mit ihrem Wissen und Können, aber auch einen guten, interessanten, attraktiven und für alle Schüler zugänglichen Unterricht gestalten. Keiner darf auf der Stecke bleiben, schließlich verbindet man mit Sport nicht nur Leistung, sondern auch Gesundheit, Freude und Frohsinn. Deshalb dürfen natürlich sportpraktische Angebote nicht fehlen. Sie bereiten den Teilnehmern, dank der guten Vorbereitung der Referenten, nicht nur viel Spaß, sondern geben viele Ideen und Anregungen mit auf den Weg in die Schulturnhallen. Ein dickes Lob an dieser Stelle an die Referenten! Die Aktivitäten reichen von Sportspielangeboten bis hin zu sportpraktischen Aspekten in den Disziplinen Leichtathletik, Gymnastik/Tanz, Kampfsport, Gesundheit und Fitness sowie Tischtennis. Aber auch neue Sportarten und Trends wie Unihoc, Inline-Skating sowie Badminton werden in dieses Weiterbildungsangebot einbezogen.17 Der Sport soll in jeder Schule unseres gesamten Schulamtsbereiches Neuhaus/Rwg. einen wichtigen Platz einnehmen. So stehen jährlich viele Wettkämpfe, Sportfeste, Projekte und das Bemühen um bewegungsfreundliche Schulen auf den Plänen. Die Lehrer und Lehrerinnen sind gefordert, ihrer Rolle, Schüler zu "bewegen", gerecht zu werden. Sie bemühen sich darum, dass der Sport zu einem festen Bestandteil in der Erziehung und Bildung der Kinder und Jugendlichen an unseren Schulen wird. Dies zeigt die hohe Beteiligung an diesem zweitägigen Weiterbildungsseminar, aber auch die regelmäßige Teilnahme vieler an den Fortbildungsangeboten im Fach Sport über das ganze Schuljahr hinweg. Auch im kommenden Kalenderjahr, welches das „Jahr des Schulsports 2009 in Thüringen" und gleichzeitig das Jahr der Würdigung der Verdienste J. Ch. F. GutsMuths anlässlich seines 250. Geburtstages wird, sind alle aufgefordert, besonders aktiv zu sein. Schulsport ist aber nicht nur Sache der Sportlehrer. Alle sind angehalten mitzuwirken. Die Gesundheit unserer Schüler muss jedem am Herzen liegen. GutsMuths hatte das schon damals erkannt und kritisch angemerkt in seiner "Gymnastik für die Jugend": „Ihr lehrt Religion, ihr lehrt Bürgerpflicht. Auf ihres Körpers Wohl und Bildung seht ihr nicht". Die Sportlehrer sind bereit, das kommende Jahr mit guten Ideen und Aktivitäten zu füllen. M. Oberender /B. Blechschmidt-Ziegenfelder
Wir hoffen auf eure Mitarbeit - sendet uns eure Berichte und Fotos von Weiterbildungen und anderen Veranstaltungen des DSLV! Berichte und Fotos, die im Mitteilungsheft erscheinen sollen, sendet ihr bitte an: Silke Ussat Silke.Ussat@schulamt.thueringen.de
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